Ich möchte mehr – durch weniger

Ich war mit meiner Familie im Ausland, mal einige Jahre in Australien, dann in Bonn, wo ich mich als Wirtschaftsinformatiker weitergebildet habe. Meine Frau und ich haben in dieser Zeit unsere Kinder Tawha und Johannes bekommen.

Immer wieder sind wir nach Balzers zurückgekehrt. Wir haben hier Familie und es gefällt uns gut im Dorf. Sesshaft geworden engagierte ich mich zunehmend ehrenamtlich, wie ich und meine Frau es schon in Australien gemacht haben. Mein grosses Thema ist die Nachhaltigkeit. Als ich als Informatiker gearbeitet habe, hat mich die Idee fasziniert, dass Software ausgetauscht wird. Informatiker teilen ihre Ideen mit Informatikern. Ich trat dieser Gemeinschaft von Tüftlern bei und engagierte mich ehrenamtlich in verschiedenen Organisationen. Allen gemein ist der Austausch – also der soziale Charakter. Auf einen 08/15 Job hatte ich keine Lust mehr: Ich wollte mehr. Genauer: mehr Ideelles, aber weniger Materielles.

Ich arbeitete für Benefactum, das Morgenland Festival, Mumas (Menschenwürdiger Umgang mit Asylsuchenden), das KochKollektiv, den veganer Mittagstisch, die Tuschzit, die Zukunftswerkstatt, den Tellerrand Verein für solidarisches Handeln, Greenpeace und die neue Gartenkooperative für die Region Liechtenstein-Werdenberg, um nur einige zu nennen. Die Gartenkooperative ist mein jüngstes Projekt: Die Mitglieder der Kooperative werden zusammen mit einem Fachmann Gemüse und Obst anpflanzen. Wir arbeiten fünf Nachmittage im Jahr, bekommen die Ernte dafür wöchentlich zu einem günstigen Preis geliefert.

Ich möchte gesunde und regionale Ernährung sowie das Wiederverwenden und umweltfreundliches Leben fördern. Das Stärken von regionalen und lokalen Strukturen steht dabei im Vordergrund.

Sacha Schlegel, Gemeinderatskandidat der Freien Liste