Konstruktive Zusammenarbeit für die Triesner «Dormitte» ist gefragt

Für mich ist klar, dass Triesen mit seinen rund 5000 Einwohnerinnen und Einwohnern eine Einkaufsmöglichkeit benötigt. Seitdem der «Sunnamarkt» verschwunden ist, weil er einem grösserem Projekt weichen soll, warten viele Dorfbewohner sehnlichst auf einen Nahversorger. Die Gemeinde hat visionär einen Studienauftrag für dieses Gebiet in Auftrag gegeben, diesen aber bei der Ausarbeitung des Gestaltungsplans komplett ignoriert. Es stellt sich die Frage, welchen Zweck die Studie hatte, wenn diese so einfach zu übergehen ist.

Das Argument dieser Bauherren war, dass sie in diesem klotzartigen Gebäude auch einen Detailhändler unterbringen würden. Die dafür vorgesehene Fläche wäre etwa aber lediglich gleich gross wie die des «Sunnamarktes». Obwohl die Fläche für den Detailhandel gleich bleibt, müsste das jetzige Restaurant Sonne der Überbauung weichen. Es würde noch weitere Geschäfte, internationale Ketten, in die Überbauung einziehen und einiges an Verkehr generieren. Von Raum für Kultur und Begegnung ist in diesem privaten Projekt «Dorfmitte», für das der Gemeinderat keine Mitbestimmungsmöglichkeit hat, keine Rede. Anwohner haben aber vor einigen Monaten Einspruch gegen das private Projekt erhoben und Recht bekommen. Ich hoffe, dass nun doch wieder eine konstruktive Zusammenarbeit in Bezug auf das geplante Einkaufszentrum möglich ist.

Gestaltungspläne sind dazu da, den öffentlichen und privaten Raum aktiv zu gestalten und durch ein gegenseitiges Geben und Nehmen eine optimale Lösung für alle zu finden.

Monica Derungs-Scherzer, Gemeinderätin und Gemeinderatskandidatin für Triesen