Telecom Liechtenstein AG – ein Bombengeschäft

2013 wollte die Regierung die Telecom Liechtenstein AG (TLI) an die Swisscom für 21 Mio. Franken verkaufen. Dabei hätte für das Land Liechtenstein unter dem Strich ein Ertrag von gerade einmal 830’000 Franken resultiert, da der Schweizer Monopolist sich weder an den Migrationskosten (13.6 Mio. Franken) noch an den Rückstellungen für die Pensionskasse (6.9 Mio. Franken) beteiligt hätte.

Aus einer Distanz von rund zwei Jahren betrachtet, kann gesagt werden, dass die TLI sowohl im durch den beabsichtigten Verkauf belasteten Jahr 2013 einen operativen Gewinn von rund 2.5 Mio. Franken erzielt hat als auch 2014, laut Auskunft der Regierung, einen operativen Gewinn von 3.5 bis 4.5 Mio. Franken erzielen wird.

Da erstaunt es wenig, dass sich die Swisscom dieses «marode» Unternehmen mit aller Gewalt einverleiben wollte. Hätte doch bis heute für die Swisscom ein Gewinn von mindestens 5 Mio. Franken resultiert; wahrscheinlich mehr, da die Swisscom die Investitionen auf Null heruntergefahren hätte.

Ein Bombengeschäft wäre das also gewesen, eben nur nicht für Liechtenstein.

Thomas Lageder, Abgeordneter der Freien Liste