Von der grünen Vision zur Umsetzung im Gemeinderat

Als Gemeinderätin kann man einiges bewirken, wenn man beharrlich eine Idee verfolgt. Ein schöner Erfolg ist beispielsweise die Sonnenstromaktie, die ich im Maurer Gemeinderat ohne Gegenstimme durchgebracht habe. Wir Gemeinderätinnen und Gemeinderäte der Freien Liste haben zusammen einen Vorstoss für Solar-Genossenschaften entwickelt und in unseren Gemeinden eingereicht. Ich bekam vom Gemeinderat den Auftrag, Abklärungen mit den Liechtensteinischen Kraftwerken (LKW) zu treffen und mit der Kommission Natur und Umwelt geeignete Projektformen für unsere Gemeinde zu finden. Wir entschieden uns für das in Vorarlberg erfolgreiche Modell Sonnenstrom-Aktie. Ich bin stolz, dass wir in Mauren nun Sonnenstrom-Aktien verkaufen können. In den nächsten vier Jahren würde ich gerne weitere Gemeinden motivieren, dem Vorbild von Mauren zu folgen. Mein Traum ist eine Sonnenstromaktie in jeder Gemeinde Liechtensteins. Mit 1400 Franken ist man dabei, soviel kostet ein Solarpanel in Mauren, der innerhalb von 20 Jahren abbezahlt ist. Der Ertrag des damit gewonnenen Stroms wird bei den Aktionären auf ein Konto gutgeschrieben. Für Menschen, die in einer Mietwohnung leben, aber trotzdem einen Beitrag zur Förderung der Solarproduktion leisten wollen, ist dies ideal.

Es hat beim Antrag sicher ein bisschen geholfen, dass Mauren eine Energiestadt ist. Wir müssen laufend neue Massnahmen entwickeln, um das Label behalten zu können. So konnte ich von Anfang an auf die volle Unterstützung des Vorstehers und des Energiestadtbeauftragten zählen. Grüne Ideen haben in einem Gemeinderat also durchaus gute Chancen.

Claudia Robinigg-Büchel, Gemeinderätin von Mauren und Kandidatin für die nächste Mandatsperiode